{"product_id":"9783830934523","title":"Menschenrechte im kulturellen Spannungsfeld des 21. Jahrhunderts","description":"\u003cp\u003eEuropa und die USA werden im 21. Jahrhundert immer mehr durch Kulturen mit anderen Werten gefordert. In vielen außereuropäischen Kulturen hat sich die Person nie von Gruppe und Staat getrennt; sie ist weder durch eine Renaissance noch eine Aufklärung gegangen. Ihre Stellung ist vor allem durch Verpflichtungen gegenüber der Gemeinschaft gekennzeichnet und Rechte und Freiheiten leiten sich erst aus der Erfüllung von sozialer Verantwortung ab. Die politische und Wirtschaftliche Stärke Ostasiens stellt nun zwar die größte kulturellen Herausforderung von außen an den Westen seit Langem dar, kann aber auch, wenn sie zu einer Korrektur des extremen Individualismus in der westlichen Kultur führt, eine große Chance für die Menschenrechte bedeuten. Europa und die USA werden im 21. Jahrhundert immer mehr durch Kulturen mit anderen Werten gefordert. Obwohl die Menschenrechtskonferenz von Wien 1993 die Universalität der Menschenrechte beschlossen hatte, werden die Entwicklungen in unserem Jahrhundert immer mehr auch andere kulturelle Vorstellungen in den Vordergrund schieben.\n\u003cbr\u003eDer Westen wird vor allem in seiner Individualisierung herausgefordert. In vielen außereuropäischen Kulturen hat sich die Person nie von Gruppe und Staat getrennt. Sie ist weder durch eine Renaissance noch eine Aufklärung gegangen. Ihre Stellung ist vor allem durch Verpflichtungen gegenüber der Gemeinschaft gekennzeichnet. Rechte und Freiheiten leiten sich erst aus der Erfüllung von sozialer Verantwortung ab. \n\u003cbr\u003eOstasien besitzt heute die politische Macht und die wirtschaftlichen Mittel, eigene Sichtweisen in den Raum zu stellen. Seit dem Sieg über die türkischen Heerscharen am Kahlenberg vor den Toren Wiens im Jahre 1683 ist dies die erste echte kulturelle Herausforderung von außen an den Westen. Wenn diese jedoch zu einer Korrektur des extremen Individualismus der westlichen Kultur führen würde, bestünde darin eine große Chance für die Menschenrechte. Dr. Hans Jakob Roth hat in unterschiedlichen Tätigkeiten die Schweiz auf diplomatischer Ebene vertreten. Unter anderem war er von 2001 bis 2006 Generalkonsul der Schweiz in Shanghai und anschließend von 2006 bis 2010 in Hongkong. Danach arbeitete er als Diplomatischer Berater des Staatssekretärs des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten und als Botschafter für grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Bern. Seit 2014 ist er Senior Diplomatic Advisor des Geneva Centre for Security Policy GCSP. Zahlreiche Publikationen und eine intensive Vortragstätigkeit runden seine Vita ab. Außereuropäische Kulturen hätten einen anderen Blick auf Menschenrechte; für sie stehe nicht das Individuum, sondern die Gemeinschaft an erster Stelle; aus dieser Zugehörigkeit leiten sich Rechte und Verpflichtungen ab. Die Menschenrechtsdiskussion muss sich nach Ansicht des Autors im 21. Jahrhundert mit diesem Aufeinandertreffen zweier Auffassungen von Menschenrechten auseinandersetzen [...] Amrei Stupperich in: PRAXIS POLITIK, 5\/2016\u003c\/p\u003e","brand":"Waxmann Verlag GmbH","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":43086806483019,"sku":"00000_00000_00000_00000","price":926.9,"currency_code":"THB","in_stock":false}],"url":"https:\/\/kinokuniya.co.th\/products\/9783830934523","provider":"Books Kinokuniya Thailand","version":"1.0","type":"link"}