§06§In einer interdisziplinären Debatte stellen sich Philosophen, Sprachwissenschaftler und Historiker dem "linguistic turn" und diskutieren das Verhältnis von Sprache und Geschichte noch einmal grundsätzlich. Das Ergebnis ist ein wichtiger Beitrag nicht nur zur Geschichtswissenschaft, sondern zur Meta-Geschichte - bis hin zur Forderung nach einem "historical turn" der Linguistik. §15§Angesichts der tatsächlichen oder vermeintlichen "sprachlichen Wende" (linguistic turn) der Geschichtswissenschaft diskutiert der vorliegende Band, die Frage nach dem Verhältnis von Sprache und Geschichte noch einmal grundsätzlich. Über die innerhistorische Diskussion hinausgehend greifen Philosophen, Sprachwissenschaftler und Historiker die grundlegende Frage nach dem Verhältnis von "Fakten" und Sprache auf, die ja nicht nur die Geschichtswissenschaft betrifft. In einem eng geführten interdisziplinären Gespräch werden die Geschichtlichkeit der Sprache, das Verhältnis von Sprachwissenschaft und Geschichte, die Sprachlichkeit des Verstehens und Darstellens von Welt, die Literarität und Objektivität des historiographischen Diskurses und die literarische Tätigkeit des Historikers thematisiert. Der Band versteht sich nicht nur als Beitrag zur Geschichtswissenschaft, insbesondere zur Meta-Geschichte, sondern plädiert umgekehrt auch für eine "historische Wende" (historical turn) der Lin §15§guistik.
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