Um die jüdische Messiashoffnung in Deutschland in ihren Ausprägungen zu verstehen, setzt Rebekka Voß sie zu ihren kultur-, gesellschafts- und religionsgeschichtlichen Kontexten in Bezug. Im Mittelpunkt steht die Verortung in der christlichen Umgebungsgesellschaft in einer Hochphase endzeitlicher Erwartungen. Ausgehend von der negativen Wahrnehmung des jüdischen Messianismus durch die Christen, stellt die Autorin die Beziehungen zwischen jüdischen messianischen Ideen, Erwartungen und populären Bewegungen und der zeitgenössischen christlichen Apokalyptik im Reformationsjahrhundert in den Fokus ihrer Darstellung. Jüdischer Messianismus im deutschen Kontext und seine Beziehung zur zeitgenössischen christlichen Apokalyptik.